Die Vereinsgeschichte

Das Märchen.

 

Das Erbe des Adlers

 

Ein Vereinsmärchen für Vereinsmitglieder

 

Lasst euch von einer eine Geschichte durch die Historie des Vereins leiten. Eine Geschichte bei der Phantasie und Realität ineinander übergehen. Lasst euch leiten von einem Spannungsbogen, der in der Vergangenheit Ende des 19. Jahrhunderts beginnt und bis in die Gegenwart reicht.

 

Es war einmal an einem schönen Tag im Mai des Jahres 1893.

 

Das war die Zeit in der noch ein Kaiser das Deutsche Reich regierte, eine Zeit in denen sich Menschen mit Schwertern, Schildern und Macheten auf den Kriegsfeldern gegenüberstanden und sich gegenseitig die Köpfe einschlugen.

Ein besonders streitsüchtiges Volk befand sich seit je her an den Hängen nördlich der ersten Ausläufer des Sauerlandes, am Fuße des Haarstranges. In diesen Regionen gehörte es zum täglichen Leben dazu, sich mit anderen zu messen. Dabei kam es immer wieder zu Kämpfen auf Leben und Tod.
Bis eines Tages drei wackere Burschen, bespritzt vom Blut sich bekämpfender Dorfbewohner, sich gen Süden aufmachten um den Haarstrang zu erklimmen.

Diese drei Burschen waren Wilhelm Schulz, Hermann Lohmann und Gottfried Dreier. Dort wollten Sie sich umschauen und beratschlagen was man tun könne gegen diese immer wieder kehrenden Kämpfe gegeneinander.

Also machten sie sich auf den Weg. Unterwegs kehrten Sie in einige auf dem Weg liegende Gaststätten ein, um sich zu stärken, dieses Brauchtum ist bis heute erhalten geblieben.

Als Sie nach einiger Zeit den Gipfel erreichten, sahen Sie sich um. Aus der Ferne hörten sie wie sich die Menschen im nördlichen Tal, im Dorf des Grundbesitzers Sölde wieder einmal bekämpften. Auf der südlichen Seite sahen sie einen Fluss friedlich daher fließen und ein weiteres Dorf, dessen Namen sie nicht kannten. Auf dieser Anhöhe sitzend fühlten sie sich gut und sie spürten, dass sie etwas ganz Besonderes waren, die an diesem herrlichen Mai Tag im Jahre des Herrn 1893 etwas Großes vollbringen sollten. Um sich für diese Taten zu stärken hielten Sie inne und kehrten ein in das örtliche Gasthaus Drilling.

Dort oben im Holz des Sölde beschlossen sie, sich nicht mehr an diesen kriegerischen Kämpfen im Tal zu beteiligen. Zwar wollten sie sich wie bisher mit anderen messen, aber anders.

Sie wollten dies künftig nur noch in sportlichen Wettkämpfen tun.

Sie ließen sich nieder auf dem Berg, und es steht geschrieben, dass sich die wackeren Burschen zur Ausführung von gemeinsamen Turn-, Leicht- und Schwerathletik Wettbewerben vereinten. Beeinflusst von den Eindrücken der Natur von den Menschen dort oben, gründeten Sie den Verein ADLER SÖLDERHOLZ.

Dieses war die Geburtsstunde der heutigen Sportfreunde Sölderholz.

Um auch gegeneinander antreten zu können, brachen Sie ein langes Holz von einem sehr, sehr alten majestätischen Eichenbaum aus dem Wald und legten es als Grenzzeichen auf den Haarstrang. Aus diesem Symbol entwickelte sich viele Jahre später eine Straße, die heute noch den Namen des damaligen Grenzsymbols trägt – die Eichholzstraße.

Nach der Grenztrennung bildeten sich zwei Mannschaften. Die einen, die sich nördlich de Eicholzes aufstellten und sich wegen der Nähe zum Holz des Sölde die Sölderholzer nannten und die anderen auf der anderen, der Sonne zugewandten, südlichen Seite des Holzes, nannten sich die Lichtendorfer.
So wollten Sie gegeneinander antreten. Sie versprachen sich gegenseitig mit Achtung zu behandeln, sportliche Kämpfe zu betreiben und sich immer dann, wenn andere, wie die aus den Tälern die Wettbewerbe suchten, zusammen zu schließen und gemeinsam dagegen anzutreten.

Im Laufe der Zeit hatten sie ihren sportlichen Gedanken in alle benachbarte Dörfer getragen, so dass andere es Ihnen gleich taten und Vereine gründeten. So kämpften sie über Jahre mit wachsender Begeisterung in diesem Umfeld und behaupteten sich gegen diese umliegenden Vereine.

Wegen des großen Erfolges, der sportlichen Einstellung und wegen des geselligen Beisammenseins schlossen sich immer mehr Menschen dem Verein an.
Aus Treffen in kleinen Gruppen wurden schnell wurden große Versammlungen, die fortan nicht mehr im Gründungslokal durchgeführt werden konnten. Alsdann schlug man sein Lager im Lünschemannschen Saal der heutigen Gaststätte "Zur Bergeshöh" auf.

Mit Beginn des ersten Weltkrieges im Jahre des Herrn 1914 war es dann vorbei mit den sportlichen Wettkämpfen. Doch bevor unsere wackeren Burschen in den Krieg zogen gaben sie ihre Einstellung von Sport und Fairness an die Jüngeren weiter.

Als dann übernahmen Emil Kalthoff, Karl Nagel, Ludwig Henning und Wilhelm Henninge die Verantwortung für den Verein. Und so kam es durch ihr ständiges Bemühen dazu, dass sich schon kurz nach dem Krieg anno Domini 1918 diese Mitglieder trafen, um das Vereinsleben wieder aufleben zu lassen

Mit einer neuen Sportart wollten die drei eine neue Begeisterung entfachen. Fußball wurde seinerzeit immer bekannter. Die drei erkannten, dass Fußball der Sport der Zukunft werden würde.
Es gab mittlerweile einen deutschen Fußballverband, der im Jahre 1900 gegründet wurde und seit 1903 wurden sogar deutsche Meisterschaften ausgetragen.

Sieben Jahre sollte es dauern, bis im Jahre 1925 unter Führung von Paul Meinks und Fritz Schäfer für diese Sportart im Lokal "Köhling" an der Landskrone ein neuer Verein mit dem Namen "Roland Sölderholz“ gegründet wurde.

Dieses Streben nach sportlichen Tätigkeiten in der Gegend zu Sölderholz erregte große Aufmerksamkeit. Und so kam es dass es neben Bewunderern auch Neider gab, die diesem Streben Einhalt gebieten wollten.

Gemäß der Statuten des westdeutschen Spielverbandes war ein zweiter Verein in einer Gemeinde nicht gestattet.

Doch der findige Vorstand meldete zunächst den Verein beim dem Arbeiter Turn- und Sportverband an, um dann im Jahre 1928 mit Adler Sölderholz zu fusionieren.

Zwar hatte für den neuen Verein Adler seinen Namen aufgegeben, so dass nunmehr unter dem Namen ROLAND SÖLDERHOLZ der Verein in allen Sparten weiter aktiv war, doch das ERBE des ADLERS sollte von nun an von den Verantwortlichen getragen werden.

Man sagt, es habe eine geheime Sitzung gegeben, bei der sich alle Verantwortlichen versprochen haben, den Verein nach den Tugenden dessen zu führen. Freiheit, Unabhängigkeit, Stärke, Genügsamkeit, Zielstrebigkeit, Einsatzbereitschaft und Kontinuität sollen fest verankert sein in der Führung des Vereins und von Vorstand zu Vorstand über Generationen in einem Ehrenkodex weitergegeben werden.

Kurz darauf gab es die erste Bewährungsprobe für die Einhaltung dieses Ehrenkodex.

Zielstrebigkeit war gefragt, als es damals keine eigene Sportplatzanlage gab. Unsere Helden arrangierten sich vorübergehend mit denen aus dem Tal des Sölde und spielte dort auf dem Platz im Rosengarten.

Mit einem deutlichen Sieg 4:0 Sieg gegen den amtierenden Westdeutschen Meister ATV Ewing Lindenhorst wurde dort der einer der größten sportlichen Erfolge des Vereins gefeiert. Nachfahren der legendären namentlich bekannten Mannschaft sind Zeugen dessen und sitzen heute hier unter uns.

Der Wille nach Unabhängigkeit, gepaart mit Stärke und Einsatzbereitschaft trieb die wackeren Sölderholzer einen neuen „eigenen“ Sportplatz anzulegen.

Alle Mitglieder halfen eifrig mit bei der Planung, Gestaltung und Umsetzung.In der Wollmey in Lichtendorf wurde eine geeignete Fläche gefunden. Als Versorgungsweg für den Aufbau der Sportanlage wurden die Pfade genutzt, über die bereits vor vielen Jahren die Römer nach Osten zogen.Diese Versorgungswege sollten später für die Anreise der Fans genutzt werden. Wegen des großen Andrangs an den zelebrierten Spieltagen wurden aus Trampelpfaden schnell Wege und aus Wegen wurden Straßen.Für die vielen anreisenden Gegner und Zuschauer entstand außerdem eine Raststätte für Pferdegespanne Ochsenkarren und die ersten Autos. Diese Raststätte war Pilgerort und Parkplatz zugleich.

Auch dieser Ort hat eine weitreichende historische Bedeutung. Es wurde überliefert, dass aus diesem geschäftigen Treiben zwischen der Sportanlage einerseits und der Raststätte die heute bekannten PARK AND RIDE Systeme entwickelt wurden. Zeugen dieser Entwicklung ist die aus den Zuwegen entwickelte heutige Autobahn A1 und die Raststätte Lichtendorf.Die rasante Entwicklung zur Fußballmacht, die weit über die Grenzen hinaus bekannt geworden war, wurde im Jahre 1933 jäh unterbrochen, als das nationalsozialistische Regime alle Arbeitersportverbände offiziell aufgelöst hat.Erneut musste der Geist des Adlers und die Verpflichtung des Ehrenkodex eine große Bewährungsprobe bestehen. Es gelang den Verantwortlichen den Verein im Verborgenen am Leben zu halten.

Als 1945 der 2. Weltkrieg zu Ende ging, und die Besatzungsmächte eine Wiederbelebung des Sports auf kommunaler Ebene erlaubten, griffen unsere damaligen Helden zu einer weiteren List. Der "TuS Sölde - Sölderholz" wurde als Übergangslösung zunächst neu gegründet. Die im verborgenen organisierten Kinder des Adlers schlossen sich diesem Verein, so dass dieser sehr schnell 450 Mitglieder hatte. Neben Fußball und Handball wurden auch noch die Sportarten Boxen und Turnen angeboten.

Als die Besatzungsmächte die Vereinsverfügungen dann wieder aufhoben, konnte der Geist des Adlers seine Schwingen wieder ausbreiten aufsteigen. Zurück zur Freiheit konnten nun alle wieder das Vereinsleben wie vor 1933 ausleben.Geprägt durch die vielen Unwägbarkeiten und erfüllt mit Stolz wurde am 11. Februar 1950 im Vereinslokal Koesfeld eine Namensänderung vollzogen. Unsere Helden wollten bereits mit dem Namen zeigen wer sie sind, welche große Vergangenheit der Verein hat und woher sie kamen, daraus wurde sein heutiger Name "Sportfreunde 1893 Sölderholz"

Die Träger des Ehrenkodex waren damals: Otto Böker, Heinrich Behrenberg, Willi Kosfeld, Fritz Behrenberg, Willi Nagel und Hubert Baier.Als Vereinsfarbe wählte man Rot-Weiß. Rot wie die aufgehende Sonne und Weiß wie das wärmende Tageslicht.Durch die Zerstörungen des Krieges galt es sich wieder mit denen aus Sölde zu arrangieren, so dass zunächst erneut auf dem historischen Sportplatz Rosengarten gespielt wurde.Der Turnsparte allerdings war nur ein kurzes Dasein beschieden, da sich die Jugend für das Spiel mit dem runden Leder mehr begeisterte und sie trotz intensiver Bemühungen des Turnwartes Willi Kersting für den Turnsport nicht gewonnen werden konnte.Da wir nun alle das Erbe des Adlers kennen, soll dieses nicht das endgültige Ende dieser Abteilung sein.Ungeachtet dessen konnte nachgroßen Mühen 1954 wurde der heutige Heimatplatz festlich eingeweiht werden.Wieder ein Neuanfang, wieder waren die Kräfte gefragt, die vor vielen Jahren schon das Überlegen des Vereins gesichert haben.Auch durch weitreichende Verluste durch den Krieg, war es anfangs schwer möglich, eine junge, dynamische Fußballmannschaft zu formieren.


Der Kader setzte sich aus allen Altersklassen zusammen. Fast drei Generationen spielten in einer Mannschaft und bildeten so den fußballerischen Grundstein der Nachkriegszeit.In dieser Zeit wurde vielen bewusst, dass es ein Phänomen aus der Gründungszeit gibt, bei dem man vermuten kann, dass höhere Mächte im Spiel sind.

Gerüchte besagen, dass sich der Adler immer dann für die bedingungslose Treue erkenntlich zeigt, wenn der Verein es am nötigsten hat.

Dieses Phänomen treibt diejenigen, die schon lange im Verein sind dazu, um den Erhalt zu kämpfen, bis Jüngere kommen, die dann mit frischer Kraft den Aufschwung schaffen.So geschehen in der Mitte der 50er Jahre, als eine junge Mannschaft, die in der Jugend Vizekreismeister geworden ist, später die 1. Senioren Mannschaft stellte und ihr der Aufstieg in die erste Kreisklasse gelang.

Gleiches geschah Anfang der 70er Jahre und endete mit dem Aufstieg in die Bezirksliga.

Nach einem Zwischentief zeigte sich das Phänomen erneut Ende der 80er Jahre. Wieder wurde mit einer jungen Mannschaft aus der eigenen Jugend der Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.Anfang der neunziger Jahre begann das Phänomen erneut. Es zogen sich dunkle Stimmungswolken über der Bergeshöh zusammen. Der Verein stand vor der Auflösung, fußballerischer Abstieg und der fast vollständige Verlust der eigenen Jungendmannschaften waren die Folge. Der Verein hat gelitten, wie selten.

Das war die Zeit, in der der Adler wieder zurückkehrte. In dieser Zeit wurden wieder die ersten eigenen Jugendmannschaften aufgebaut, die Erben des Turnvaters Willi Kersting riefen wieder eine Gymnastikabteilung ins Leben und brachten somit wieder den Verein zurück zu seinen Wurzeln.Und der Adler zieht noch heute seine Kreise über den Hängen, nördlich der ersten Ausläufer des Sauerlandes, dort oben im Holz des Sölde.

Geht es nach den Gesetzen der Vergangenheit, wird er bleiben, bis zu dem Tage, dass erfolgreiche Junge Einzug halten in der erste Mannschaft und den Aufstieg schaffen.

Und sollte es der Verein mal wieder nötig haben, werden sich die Träger des Ehrenkodex finden und OPTIMISTISCH in die Zukunft blicken, weil sie wissen

--- WIR alle sind die Erben des Adlers ---

 

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